Fachbereich Controlling

vollständige Buchhaltung + Überwachung  
interner Betriebsabläufe = Controlling

Controlling ist die Zusammenfassung aller Maßnahmen zur Überwachung und Steuerung eines Unternehmens. Im Folgenden erläutern wir unterschiedliche Möglichkeiten:

Kosten- und Leistungsrechnung - Lohnt sich das für mich? Was ist das?

Das Thema Kosten- und Leistungsrechnung (kurz: KLR) ist eine Methode, um die Wirtschaftlichkeit einzelner Betriebsteile (z. B. Abteilungen, Niederlassungen) und Produkte bzw. Projekte separat beurteilen zu können. Im Wesentlichen gibt diese Aufschluss über Fragen wie

  • Was kosten meine Produkte und Dienstleistungen in der Herstellung?
  • Wie hoch ist der Vertriebs- bzw. Verwaltungsaufwand in meinem Unternehmen?
  • Wie profitabel laufen meine einzelnen Produkte, Projekte, Niederlassungen, etc.?

Die BWA, die Sie aus Ihrer Buchhaltung oder von Ihrem Steuerberater bekommen, kann diese Fragen nur bis zu einem gewissen Grad beantworten. Je größer und komplexer Ihr Unternehmen ist, umso ungenauer werden die Aussagen aus der BWA. Es empfiehlt sich, über eine Kosten- und Leistungsrechnung nachzudenken, wenn eine der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Produziere ich mehr als nur ein Produkt?
  • Besteht meine Fertigung aus mehreren Maschinen bzw. Produktionsschritten (z. B. Rohbau, Fertigmontage, Lackiererei, usw.)?
  • Erbringe ich Dienstleistungen nicht nur nach Zeit und Aufwand sondern auch zum Festpreis?
  • Erwirtschafte ich mit meinem Unternehmen mehr als 500 TEUR Umsatz pro Jahr?
Wie genau funktioniert die Kosten- und Leistungsrechnung?

Grundsätzlich muss die Finanzbuchhaltung um zwei Informationen ergänzt werden, das heißt jeder Beleg muss mit einer Kostenstelle oder einem Kostenträger ergänzt und gebucht werden. Dabei gilt folgende Zuordnung:

  • Kostenstelle = Betriebsteil (Abteilung, Niederlassung, o.a.)
  • Kostenträger = Auftrag oder ein Produkt.

Wie viele Kostenstellen für Ihren Betrieb sinnvoll sind, entscheiden im Endeffekt Sie selbst:


Je mehr Einheiten Sie im Unternehmen definieren (Abteilungen, Gruppen, Niederlassungen, usw.), desto mehr Kostenstellen werden Sie benötigen.


Die Anzahl der Kostenträger hängt im Wesentlichen vom Umfang Ihrer Produktpalette bzw. von der Menge der realisierten Kundenaufträge ab.


ACHTUNG: Je filigraner Sie die Struktur festlegen, desto mehr Sorgfalt müssen Sie bei der Buchung Ihrer Ein- und Ausgangsrechnungen an den Tag legen. Es gilt also abzuwägen, wie viel Mehraufwand Sie sich in der Verwaltung leisten möchten und können, um die gewünschte Transparenz zu erreichen.


Ist die Struktur einmal festgelegt, können Berichte zu Kostenstellen und Kostenträgern aus der Buchhaltung abgerufen werden. Sie erhalten Aufschluss über die Kosten- und Erlössituation jedes einzelnen Betriebsteils. Darüber hinaus können zusätzliche Verrechnungen von einer Kostenstelle zu anderen Kostenstellen bzw. zu Kostenträgern vorgenommen werden, um Profitabilität von Aufträgen und Produkten, Zuschlagssätze für die Kalkulation, u. v. m. zu ermitteln. Es gibt eine Vielzahl von Setups, die für jeden Betrieb unterschiedlich aussieht. Wir helfen Ihnen gerne, für Sie die perfekte Struktur zu entwickeln und zu implementieren. Damit können Sie Ihre Erträge optimieren sowie geschäftliche Entscheidungen (z. B. make or buy) fundiert treffen. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.

Eigen- / Fremdfinanzierung - Welche Möglichkeiten gibt es grundsätzlich? Welche eignet sich für mein Unternehmen / mein Vorhaben?
Fixkosten / variable Kosten

Fixkosten entstehen unabhängig von der Produktionsmenge ohne dass sich das Auftragsvolumen verändert. Sie sind in der Regel auch nur mit längerer Vorlaufzeit zu reduzieren. Klassische Beispiele für Fixkosten sind:

•Personalkosten

•Miete

•Versicherungsprämien

•Abschreibungen

Ein beliebter Einwand ist, dass bei einer massiven Expansion z. B. zusätzliche Räumlichkeiten gemietet werden müssen und die oben genannten Kosten somit auch von der Produktionsmenge abhängig sind. Diese Diskussion ist aber akademischer Natur und bringt z. B. bei der Betrachtung der Kalkulation keinen wirklichen Mehrwert.

 

Variable Kosten verändern sich hingegen direkt mit der Produktionsmenge, es sind somit produkt- oder kundenauftragsbezogene Kosten. Darunter fallen:

•Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

•Kosten für Handelswaren

•Kosten für Leiharbeiter

•Kosten für Subunternehmer

Im Rahmen der Kosten- und Leistungsrechnung werden die variablen Kosten direkt einem Kostenträger (= Kundenauftrag/Produkt) zugeordnet, während die Fixkosten auf Kostenstellen erfasst werden. Im Rahmen einer Produkt- oder Auftragskalkulation werden die Fixkosten mit einem bestimmten Schlüssel auf die variablen Kosten aufgeschlagen. Die Differenz zum Verkaufspreis ergibt dann die sogenannte Marge für das Produkt oder den Projektauftrag.